Projekt Synagoge Stommeln 2026

Paloma Varga Weisz

Eröffnung am 8. September 2026, 19 Uhr

In 2026 wird das Projekt Synaoge Stommeln von der Düsseldorfer Künstlerin Paloma Varga Weisz forgesetzt. Die Eröffnung findet im Maritinushaus Stommeln, Venloerstr. 546 statt. Um Anmeldung unter kulturabteilung@pulheim.de wird gebeten. Weitere Informationen folgen.

 

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Projekterweiterung in 2026

Im 35. Jahr seines Bestehens wird das Projekt Synagoge Stommeln deutlich erweitert: Künftig begleiten Vorträge und künstlerische Aktionen im öffentlichen Raum die jährlichen Ausstellungen in der Synagoge und vertiefen so den Austausch mit der Stadtgesellschaft. Diese Weiterentwicklung hatte der Rat der Stadt Pulheim im Februar 2026 mit großer Mehrheit beschlossen.

Den Auftakt der erweiterten Reihe gestaltete Prof. Dr. Ursula Frohne (Universität Münster), die zugleich in den neuen künstlerischen Beirat des Projekts unter Leitung des Konzeptkünstlers Mischa Kuball berufen wurde.

Ihr Vortrag Lebendige Erinnerung. Kunst als Denkmalpraxis: Die Synagoge in Stommeln im Kontext vom 7. Mai 2026 betrachtete das Projekt Synagoge Stommeln im Kontext einer künstlerischen Praxis, die historische Orte nicht als statische Erinnerungsorte begreift, sondern als offene Räume, die immer wieder neu aktiviert werden müssen. Ausgehend von Überlegungen von Hannah Arendt und Theodor W. Adorno entfaltet Ursula Frohne die These, dass Erinnerungsorte keiner statischen Bewahrung, sondern einer fortdauernden Praxis des Gedenkens bedürfen. Erinnerung lasse sich nicht als abgeschlossene »Bewältigung« verstehen, sondern als ein Prozess wiederkehrender Auseinandersetzung, der Öffentlichkeit, gemeinsames Verhandeln und die Übernahme von Verantwortung voraussetzt. Vor diesem Hintergrund ordnete der Vortrag auch die Erweiterung des Projekts Synagoge Stommeln ein, mit der die Stadt Pulheim ein deutliches Zeichen setzt und sich erneut zu ihrer historischen Verantwortung bekennt.

Eine weitere Veranstaltung folgte am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026: Unter der Leitung der Düsseldorfer Choreografin und Performance-Künstlerin Daniela Georgieva entstand für das Projekt Synagoge Stommeln die Performance »Traces«, gemeinsam entwickelt mit Josefine Luka Simonsen und Mihyun Ko (beide Choreografie und Tanz). Sie wurde in der Synagoge und im Stadtgebiet von Stommeln aufgeführt. 

 



 

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