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Rosemarie Trockel

Ohne Titel (Synagoge Stommeln)

12.10. – 7.12. 2003
Darin, dass die bewegliche Wand konkrete Gegensatzpaare, wie zum Beispiel religiöse Dualismen, nicht darstellt, sondern eine Auflösung und Dezentrierung aller möglichen marginalisierenden binären Oppositionen vor Augen führt, artikuliert sich ihre künstlerische Qualität als Verantwortlichkeit der Form. Rosemarie Trockels Polylog zwei- und dreidimensionaler Vexierbilder schafft eine offene und nichtidentische, aber gleichwohl gegenüber allen erdenklichen Identitätszuschreibungen und ausgrenzenden Gegensatzpaaren kritische Atmosphäre. Die namenlose Bewegliche Wand ist ein kritisches Bild, das einen Zwischenraum möglichen Eingedenkens zuspielt, im Namen un-möglicher Gerechtigkeit.

Wilfried Dickhoff

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Diashow (4 Bilder)

Synagoge Stommeln, Rosemarie Trockel, Ausstellungsansicht, Foto Werner J. Hannappel

Rosemarie Trockel, o.T.