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Max Neuhaus • Time Piece Stommeln

„I call a group of my sound works Moment or Time Pieces. They are artworks which take the form of communal sound signals. The basic idea of these works, though, is to form the sound signal with a silence rather than a sound.” (m. n.)

In seinem Time Piece Stommeln, das eine halachische, auf jüdischem Religionsgesetz beruhende Zeiteinteilung zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang adaptiert, beginnt das Klangsignal unhörbar, schwillt über die Dauer weniger Minuten unmerklich an, um plötzlich abrupt abzubrechen und ein Empfinden von Stille zu erzeugen. Das Klangsignal ertönt dreizehn Mal am Tag, die Abstände zwischen den einzelnen Signalen ändern sich täglich analog zum Sonnenstand.

Mit dieser Arbeit gibt Neuhaus der Synagoge eine Stimme und projiziert sie akustisch in den Mittelpunkt des Ortes. Damit entsteht erstmals im Zusammenhang des Synagogenprojektes ein Kunstwerk, das als Arbeit im öffentlichen Raum dauerhaft in Stommeln verbleibt und an die Existenz einer jüdischen Gemeinde in der dörflichen Gemeinschaft vor dem Nationalsozialismus erinnert.

Die täglich wechselnden Zeiten der Klanginstallation können in der Kulturabteilung der Stadt Pulheim erfragt werden.

 

 


Time Piece Stommeln wird gefördert vom
Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln, Kunststiftung NRW, Landschaftsverband Rheinland, Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, Provinzial Rheinland, RheinEnergie, WestLotto, EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, Remondis.

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Diashow (7 Bilder)

Neuhaus bei der Arbeit, Foto Maria Machnik

Max Neuhaus auf dem Marktplatz Stommeln